Erektile Dysfunktion (ED) kann vielfältige Ursachen haben
Ist die Diagnose „Impotenz“ oder „Erektile Dysfunktion“ nach einem ausführlichen Gespräch gestellt, lassen sich mit einigen Untersuchungen die Ursachen eingrenzen.
Die Massnahmen zur Behandlung der ED ergeben sich aus den Ursachenbekämpfungen, welche - falls möglich - rückgängig oder reduziert werden sollten (z.B. Übergewicht, Rauchen).
Bei irreversiblen Schwellkörper-Schädigungen, bei nicht ansprechenden oder kontraindizierten oralen Therapien (Viagra, Cialis, Levitra) kann das Problem nur mit einem chirurgischen Eingriff gelöst werden (Penis- oder Schwellkörperimplantat, AMS700, AMS650).
Psychologische Ursachen
Eine Depression aus unbekannten Gründen kann unter anderem auch zu einem verminderten Geschlechtstrieb führen. Eine verstärkte Form, welche bis zu einer schweren Impotenz führen kann, muss durch einen Psychologen oder sonstigen Facharzt diagnostiziert und behandelt werden. Es handelt sich dabei nicht um ein physisches, sondern um ein psychisches Problem. Weitere Ursachen, welche unter dieselbe Rubrik fallen, finden Sie nun beschrieben:
Stress und Leistungsdruck - ob durch berufliche, eheliche, finanzielle oder andere Schwierigkeiten bedingt - können eine Impotenz hervorrufen. Stress ist ein Teufelskreis, genau wie die Depression, da die Impotenz den Stress noch verschlimmert.
Falsche Informationen über Sexualität und darüber, welche „Leistung“ Männer je nach Alter erbringen sollten, können zu Angst und Stress führen, die wiederum eine Impotenz zur Folge haben können.
Die Behandlung der psychisch bedingten Impotenz gehört in die Hand des ausgebildeten Psychologen, Paartherapeuten, etc.; Ihr Hausarzt oder Urologe wird Ihnen bei der Suche eines geeigneten Fachmannes in Ihrer Umgebung gerne behilflich sein. Unter Umständen kann der Einbezug des Lebenspartners von Bedeutung sein.
Physische Ursachen
Ein chronischer Diabetes mellitus (auch Zuckerkrankheit genannt) hat leider zur Folge, dass es über Jahre bis Jahrzehnte zu einer Veränderung der Nervenbahnen sowie der kleinsten Blutgefässe kommen kann. Dies kann auch zu einer Impotenz führen.
Herz-Kreislauf Probleme: Übergewicht, Rauchen, falsche Ernährung sowie Diabetes können isoliert oder als „Paket“ zu einer Verengung der arteriellen Gefässe führen (Arteriosklerose). Dies kann auch die Erektionsfähigkeit des Penis beeinflussen. Eine Behandlung der oben erwähnten Ursachen führt oft zu einer Verbesserung des Zustandes. Leider hat die Revaskularisationschirurgie bisher nur zu kurzfristig positiven Daten geführt.
Operationen oder Verletzungen (Unfälle) im Beckenbereich, einschliesslich der Krebschirurgie an der Prostata, Blase sowie im Dickdarm- oder Rektalbereich, können eine Impotenz verursachen. Bei der Krebschirurgie ist die Entfernung des bösartigen Tumors das wichtigste Ziel des Chirurgen. Leider können dabei Nerven und Blutgefässe, welche die Erektion steuern, in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch da kann eine durch die Operation entstandene Nervenschädigung die Folge für eine Impotenz sein.
Neurologische Störungen nach Unfällen wie z.B. Rückenmarksverletzungen, können auch eine Impotenz hervorrufen. Das Rückenmark ist das Relais-Zentrum für Nervenimpulse, Signale vom Gehirn und für den Blutkreislauf. Wird das Rückenmark an bestimmten Stellen beschädigt, können die Signale nicht zu den Nerven des Penis weitergeleitet werden, wodurch eine Impotenz verursacht wird.
Arzneimittel: Es gibt einige Medikamentengruppen, welche als Nebenwirkung bei hohen Dosierungen eine Impotenz verursachen können. Dazu gehören Medikamente gegen zu hohen Blutdruck, Depressionen sowie Hormonpräparate. Ihr Hausarzt oder Urologe wird Sie diesbezüglich fachmännisch beraten.
Alkoholismus beeinträchtigt den Hormonspiegel und kann zu einer ständigen Nervenschädigung führen, die Impotenz verursacht. Diese Art von Impotenz kann je nach Schwere der Nervenschädigung reversibel sein.
Hormonelle Probleme sind eine eher seltene Ursache für eine Impotenz. Manche Erkrankungen können jedoch das Gleichgewicht der Hormone, welche die Erektion steuern, beeinträchtigen. Dazu gehören Nierenversagen und Lebererkrankungen. Ihr Facharzt hat das nötige Wissen, um Sie fachmännisch zu beraten.
Hat Ihr Urologe eine Impotenz diagnostiziert, die physischer Natur ist, wird er Ihnen in der Regel die gesamte Palette der Behandlungsmöglichkeiten, welche für Sie geeignet sind, vorstellen. Dazu gehören Hormontherapie, orale ED-Therapie, Injektionen (SKAT), Vakuumgeräte oder Penisprothesen (Schwellkörperimplantat).